Online-Tagung

Wie kann die sozial-ökologische Transformation gelingen und welchen spezifischen Beitrag können Kirche, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft leisten?

Die interdisziplinäre Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik (SVG) der Kommission Weltkirche (KX) der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hat zu diesen grundlegenden Fragen die Studie „Wie die sozial-ökologische Transformation gelingen kann“ erarbeitet.

 

Lösungsansätze sind insbesondere eine signifikante Reduktion des Ressourcen- und Emissionsumsatzes der wirtschaftlichen Produktion sowie im Konsumverhalten, ein Bewusstseins- und Wertewandel sowie eine sozialverträgliche Abfederung der entstehenden monetären Mehrbelastungen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die technische Innovation und deren breite Anwendung sowie eine verursachergerechte Bepreisung von Umweltgebrauch.
Die Thesen der Studie und die praktischen Folgen für unsere weitere Arbeit waren das Thema der Veranstaltung vom 16. Juni 2021
 
Hier finden Sie nun einen Einblick in die Diksussionen.

Tagungsprogramm

 

Moderation: Leonhard Nima

Begrüßung

Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI)

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Misereor, Vorstandsmitglied von Justitia et Pax

 

Keynote: Vorstellung der Studie sowie der Resonanzgruppe

Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Vorsitzender der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der DBK, Moderator des Sachbereichs Entwicklung bei Justitia et Pax und Präsident der Hochschule für Philosophie München
 

Replik aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft

Wissenschaft:

Dr. Brigitte Knopf, Generalsekretärin am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change

Wirtschaft:

Sabine Braun, Geschäftsführerin der Nachhaltigkeitsagentur akzente (angefragt)

Zivilgesellschaft: 

Dr. Boniface Mabanza Bambu, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika

 

Workshops: Felder der Transformation

Forum 1 Agrarwende

Moderation: Nicole Podlinski, Bundesvorsitzende Katholische Landvolk Bewegung

1. Ministerialrat Dr. Burkhard Schmied, Abteilungsleiter "Landwirtschaftliche Erzeugung, Gartenbau, Agrarpolitik" im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtscht

2. Vanessa Gstettenbauer, Co-Lead Farm-Food-Climate Challenge bei ProjectTogether

         

Forum 2 Mobilitätswende

Moderation: Michael Wedell, Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Sprecher für den Sachbereich Wirtschaft und Soziales

1.    Jürgen Mindel, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie

2.    Martin Glöckner, Geschäftsführer Green City e.V.

 

Forum 3 Energiewende und Klimapolitik

Moderation: Prof. Dr. Linus Mattauch, Technische Universität Berlin

1.    Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende

2.    Dr. Lukas Köhler, Klimapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Generalsekretär der Freien Demokraten in Bayern

 

Plenum: Berichte aus den Workshops

 

Podiumsdiskussion – Wie kann Transformation gelingen, damit auch für künftige Generationen die Erde bewohnbar ist?

 

1.    Welchen Beitrag kann die Kirche im Transformationsprozess leisten?

Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz

 

2.    Welche politischen Rahmenbedingungen braucht eine gelingende Transformation?

Dr. Barbara Hendricks, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD, Bundesumweltministerin a. D.

3.    Wirtschaft als Teil der Lösung: Wie sollte ein zukunftsfähiges Wirtschafsmodell aussehen unter Beachtung der planetaren Grenzen?

Christian Schneidermeier, Geschäftsführer ORTOVOX SPORTARTIKEL GmbH (angefragt)

 

4.    Die jugendpolitische Perspektive: Stimme der Zukunft

Luisa Neubauer, Fridays for Future

 

5.    Welchen sozialen Ausgleich braucht es im Transformationsprozess?

Prof. Dr. rer. pol. Bernhard Emunds, Oswald von Nell-Breuning Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik

 

Berichterstattung der zentralen Forderungen an die Politik

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Misereor, Vorstandsmitglied von Justitia et Pax

Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Vorsitzender der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der DBK, Moderator des Sachbereichs Entwicklung bei Justitia et Pax und Präsident der Hochschule für Philosophie München

Direkte Kommentare zum Text (1)

16.08.2021 / 15:08 Uhr

hermann-kroll-schlueter@t-online.de

Anfrage

Anfrage zu Studien der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ Bd. 22 Wie sozial-ökologische Transformation gelingen kann Seite 31: „Dies bedeutet maßvolleren und qualitätsbewussteren Fleischkonsum und eine Förderung familiärer und kleinbäuerlicher Landwirtschafsstrukturen, die unsere artenreiche Kulturlandschaft überhaupt erst hervorgebracht und das Potenzial haben, einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz (etwa durch den Erhalt von Grünland und den Aufbau von Humus) zu leisten. „ Fragen: was sind kleinbäuerliche Landwirtschaftstrukturen? In der EU - wie groß, wie viel Hektar darf höchstens ein kleinbäuerliche Betrieb haben? Wie viele Tiere darf er halten um gefördert zu werden? 4.1 Durch Ordnungspolitik den Wandel befördern Teile sie meine Interpretation? Ordnungspolitik trägt dazu bei, die Wirtschaft nach den Prinzipien von Markt und Wettbewerb zu organisieren.Dabei kommt es vor allem darauf an, den Wettbewerb zu sichern.(Ordnungsrecht setzt auf Gebote und Verbote). Ordnungspolitik fordert einen regelbasierten Wettbewerb. Der Staat soll Regeln entwickeln und durchsetzen, und sowenig wie möglich in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen. Regelsteuerung statt Prozesssteuerung.) Ich bitte um Ihre Antwort und bedanke mich dafür. Hermann Kroll-Schlüter 16.8.21

22.10.2021 / 12:26 Uhr (> Antwort auf hermann-kroll-schlueter@t-online.de)

stefan.einsiedel@hfph.de

Sehr geehrter Herr Kroll-Schlüter, vielen Dank für Ihre Anfrage! Bitte entschuldigen Sie, dass wir aufgrund eines technischen Fehlers erst jetzt antworten: 1. Der Sachverständigengruppe geht es nicht darum, eine "Subventionsgrenze" zwischen "kleinbäuerlichen" und "groß-industriellen" Betrieben zu definieren, denn es gibt unter größeren und kleineren Betrieben gleichermaßen Positiv- und Negativ-Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften und den sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Es ist aber aus kulturellen und ökologischen Gründen höchst bedenklich, wenn das Höfesterben und die Flächenkonzentration immer weiter gehen. Wir wollen die Vielfalt unserer Kulturlandschaft erhalten und dafür braucht es eine Vielzahl an Hilfen, vor allem aber eine Änderung in der Subventionspolitik, die zu sehr auf „Fläche“ ausgerichtet ist. 2. Ihre folgende Definition teile ich nicht in der von Ihnen vorgenommenen Schwerpunktsetzung: "Ordnungspolitik trägt dazu bei, die Wirtschaft nach den Prinzipien von Markt und Wettbewerb zu organisieren. Dabei kommt es vor allem darauf an, den Wettbewerb zu sichern." Ich würde sagen: Ordnungspolitik trägt dazu bei, Markt und Wettbewerb so zu ordnen, dass Menschen langfristig gut miteinander leben und sich entfalten können. Der Wettbewerb ist ein wichtiger Faktor, der zu niedrigeren Preisen, mehr Effizienz und schnelleren Innovationen beitragen kann. Dabei handelt es sich aber um einen Wesensteil des Marktes und nicht um sein eigentliches Ziel. Für Rückfragen und weitere Diskussionen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Sie sind ja Experte der Agrarpolitik, wir freuen uns auf den weiteren Austausch! Mit herzlichen Grüßen, Dr. Stefan Einsiedel

1