Im englischen Sprachraum wurde der Begriff „socio-ecological transformation“ in den 1970er Jahren meist noch mit anderer Bedeutung verwendet. Damals beschrieb „socio-ecological transformation“ den historischen Wandel einzelner Länder, die sich von landwirtschaftlich geprägten Kulturen zu Industriegesellschaften entwickelten. Ab den 1980er Jahren wurde der Begriff dann allmählich im heutigen Sinne verwendet: „socio-economic transformation“ als Beschreibung für den aktuellen (und zukünftigen) Wandel hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Die „Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik“, die seit 1989 die Deutsche Bischofskonferenz berät, verwendet den Begriff „sozial-ökologische Transformation“, um zu betonen, dass der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft nur gelingt, wenn soziale und ökologische Anliegen gleichermaßen berücksichtigt werden. Eine leistungsfähige Wirtschaft ist Teil dieses Konzepts, so dass man auch von einer „sozial-ökologisch-ökonomischen Transformation“ sprechen könnte, aber eine starke Wirtschaft ist hier kein Selbstzweck, sondern sollte Mensch und Natur dienen.